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Glossar

Asset Deal
Erwerb der einzelnen Wirtschaftsgüter (Aktiva und Verbindlichkeiten) eines Unternehmens (anstelle der Anteile).
Businessplan
Geschäftsplan eines Unternehmens, in dem die Produkt-/Dienstleistungsidee, Unternehmenshistorie, das Marktpotenzial, die Unternehmensstrategie, das Management, der benötigte Kapitalbedarf sowie die Finanzplanungen und Finanzhistorie der folgenden drei bis fünf Jahre aufgeführt sind.
Buy-back
Exitvariante (Exit), bei der die Anteile durch die Altgesellschafter zurückgekauft werden.
Cash Flow
Zahlungsmittelüberschuss während einer Periode. Er wird aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet und ist Indikator der Innenfinanzierungskraft des Unternehmens.
Due Diligence
Die detaillierte Untersuchung, Prüfung und Bewertung eines potenziellen Beteiligungsunternehmens als Grundlage für die Investmententscheidung. Ziel ist es, potenzielle Risiken, die Einfluss auf die zukünftige Geschäftstätigkeit haben könnten, frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Üblicherweise umfasst eine Due Diligence die Bereiche Recht, Steuern, Finanzen, Markt und Umwelt.
Bilanzielles Eigenkapital
Reinvermögen des Unternehmens - wird entweder durch Kapital von außen (z.B. Beteiliungskapital) oder durch den betrieblichen Wertschöpfungsprozess gebildet. Der Eigenkapitalgeber besitzt nur ergebnisabhängige Zahlungsansprüche. Macht ein Unternehmen Verluste, werden diese mit dem Eigenkapital verrechnet. Auch gegenüber Gläubigern haftet der Eigenkapitalgeber mit dem investierten Kapital.
Exit
Ausstieg eines Investors aus einer Beteiligung. Dies kann durch einen Trade Sale (Verkauf der Anteile an einen strategischen Investor), einen IPO (Börsengang des Unternehmens), einen Buy-Back (Rückkauf der Gesellschaftsanteile durch das Managementteam bzw. den Unternehmen), einen Secondary Purchase (Verkauf der Anteile an einen anderen Finanzinvestor) erfolgen.
Genussrecht (Form von Mezzanine-Kapital)
Vermögensrecht, das in Form eines Genussscheins verbrieft wird und berechtigt am Gewinn und/oder Liquidationserlös eines Unternehmens teilzuhaben.
Gesellschafterdarlehen
Form von Mezzanine-Kapital, bei dem ein Gesellschafter dem Unternehmen, meist parallel zu einer Eigenkapitalinvestition, ein Darlehen gewährt.
IPO
Initial Public Offering. Bezeichnung für die öffentliche Erstemission von Anteilen junger und mittelständischer Unternehmen an einer Börse.
Leveraged Buy-out
Großteils mit Fremdkapital finanzierter Unternehmenskauf.
LoI
Der Letter of Intent ist eine schriftliche Absichtserklärung des Unternehmers und des Finanzinvestors hinsichtlich des Abschlusses eines Unternehmensbeteiligungsvertrages. Bei einigen Investoren ist es nur eine Absichtserklärung, bei uns ist es die wirtschaftliche Einigung.
MBI
Unter Management-Buy-in versteht man die Übernahme eines Unternehmens durch ein externes Management.
MBO
Unter Management-Buy-out versteht man die Übernahme eines Unternehmens durch das bestehende Management.
Mezzanine-Kapital
Als Mezzanine-Kapital (Mezzanine = ital. "Zwischengeschoss") wird eine Mischung aus Eigen- und Fremdkapital bezeichnet. In der Bilanzstruktur wird Mezzanine-Kapital daher zwischen Fremd- und Eigenkapital ausgewiesen. Formen des Mezzanine-Kapitals sind u.a. typisch und atypisch stille Beteiligungen sowie Genussscheine.
NewCo
Erwerbergesellschaft (New Company), die im Rahmen eines Management-Buy-outs als Vehikel zur Übernahme der Gesellschaftsanteile fungiert.
Offene Beteiligung / direkte Beteiligung
Beteiligung durch die Übernahme von Gesellschaftsanteilen.
Portfolio
Die Menge aller Unternehmensbeteiligungen, die eine Beteiligungsgesellschaft hält. Ziel der Portfoliomischung ist eine Streuung des Risikos auf verschiedene Branchen und Finanzierungsphasen.
Post Money Valuation
Wert eines Unternehmens nach einer Finanzierungsrunde.
Pre Money Valuation
Wert eines Unternehmens vor einer Finanzierungsrunde.
Rangrücktritt
Erklärung eines Darlehensgebers für den Fall der Insolvenz, im Rang der Verteilung der Insolvenzmasse mit seiner Forderung hinter alle anderen Gläubiger zurückzutreten und somit als Letzter berücksichtigt zu werden.
Secondary Purchase (Exitvariante)
Eine Beteiligungsgesellschaft verkauft ihre Anteile an einem Unternehmen an eine andere Beteiligungsgesellschaft.
Spin-off
Ausgliederung und Verselbständigung eines Unternehmensteils oder einer Abteilung aus einem Unternehmen.
Stille Beteiligung
Bei einer stillen Beteiligung investiert ein Investor Kapital für eine bestimmte Laufzeit, ohne selbst direkter Gesellschafter zu werden. Diese Form der Beteiligung ist nicht publizitätspflichtig.
Sweet Equity
Anreizvergütung für Gründer/Management durch den Beteiligungsgeber.
Trade Sale
Form des Exits bei der Unternehmensanteile an einen strategischen Investor veräußert werden.